Der Sportküstenschifferschein (SKS)

                                               

Der Sportküstenschifferschein (SKS) ist ein international gültiger Führerschein. Er wird als freiwilliger Führerschein benötigt, wenn man ein mit mehr als 3,68 KW (5 PS) motorisiertes Sportboot auf Seeschifffahrts- und Seestraßen führen will. Viele Vercharterer setzen diesen Schein voraus, um eine Yacht zu vermieten. Der Geltungsbereich ist die 12 sm-Zone. Es gibt die Versionen unter Motor oder unter Segel und Motor. Voraussetzung ist der Sportbootführerschein See. Der SKS ist der Einstieg in die gewerbliche Schifffahrt mit Sportbooten im Küstenbereich.

                                                                                 

Voraussetzungen:

                                                                                 

Mindestens 16 Jahre alt am Tage der Prüfung.  

1 Passbild (35x45mm), mit Namen versehen,  eine unbeglaubigte Kopie des Sportbootführerscheins See. Eine Bescheinigung über gefahrene 300 sm oder Meilenbuch

                                                                                  

Prüfungsablauf:

Die theoretische Prüfung untergliedert sich in zwei Teile: einen Fragebogen und eine Kartenaufgabe.

                                                                            

1. Der Fragenkatalog für den Sportküstenschifferschein (hier im Download) enthält fünf Teile. Der Teil Navigation beinhaltet 118 Fragen. Der Teil Schifffahrtsrecht beinhaltet 110 Fragen. Der Teil Wetterkunde beinhaltet 101 Fragen. Der Teil Seemannschaft I beinhaltet 155 Fragen. Der Teil Seemannschaft II beinhaltet 163 Fragen. Daraus wird die schriftliche Beantwortung eines Bogens aus 15 möglichen Fragebögen mit 30 Fragen. Es sind max. 60 Punkte erreichbar. Bei 60-39 Punkten kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden. Bei 38-33 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben Tag statt. Von 32-0 Punkten hat man nicht bestanden.

                                                                              

2. Die Beantwortung des Fragebogens darf maximal 90 Minuten betragen.

                                                                               

3Für die Kartenaufgabe muß der Bewerber die deutsche Übungskarte Nr. 49 Stand 2012 und das Begleitheft aus 2012 für die Kartenaufgaben mit den entsprechenden Auszügen aus der nautischen Literatur mitbringen. Daneben sind die Karte I / INT I (Zeichen, Abkürzungen und Begriffe in den Seekarten) und ein nicht programmierbarer Taschenrechner zugelassen. Zugelassen sind auch fertige Kurs- oder Gezeitenumrechnungsschemata

 

4. Die Beantwortung der Kartenaufgabe darf maximal 90 Minuten betragen.

 

 

5. Es wird eine Kartenaufgabe aus nicht offengelegten Aufgaben mit 18 Fragen gestellt. Es sind max. 30 Punkte erreichbar. Bei 30-20 Punkten kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden. Bei 19-17 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben Tag statt. Von 16-0 Punkten hat man nicht bestanden. Ähnliche Kartenaufgaben sind ebenfalls  im Shop erhältlich.
Die Beantwortung der Kartenaufgabe darf maximal 90 Minuten betragen.
Bei der praktischen Fahrprüfung unterscheidet man den Teil unter Motor und den Teil unter Segeln.
Bei beiden Prüfungen wird die Kenntnis des Acht-, Kreuzknoten, Schot-, Pal-, Stopper-, Webleinen-, Roringstek sowie von 2 halben Schlägen vorausgesetzt. Fünf Knoten werden geprüft. Diese fünf müssen in korrekter Weise gesteckt werden.
Bei der Prüfung unter Motor wird das An- und Ablegen, das Fahren nach Schiffahrtszeichen und das Person-über-Bord-Manöver auf einem Schiff von etwa 10 m Länge (34 Fuß) geprüft. Der Prüfer ist mit an Bord. Andere Prüfungsteile können Motorenkunde oder Aufgaben am GPS bzw. nautischen Unterlagen sein.
Bei der Prüfung unter Segel und Motor wird zu der Prüfung oben das An- und Ablegen, das Fahren von Kursen und das Person-über-Bord-Manöver unter Segeln geprüft. Der Prüfer ist mit an Bord. Bei dem Person-über-Bord-Manöver werden das Standard-Manöver mit einem Beinaheaufschiesser oder schwierigere Manöver gefordert (Quick-Stop, Münchener Manöver, Beiliegen).
Bei den meisten Manövern bekommt man bei Fehlern einen zweiten Versuch. Wird beim Person-über-Bord-Manöver die Person überfahren oder der Motor nicht ausgekuppelt, so wird die Prüfung für den Bewerber als nicht bestanden gewertet.
Zusätzlich können verschiedene Kenntnisse im Umgang mit Yachten geprüft werden. Hier zeigen wir Ihnen ein komplettes Prüfungsprotokoll mit den zur Prüfung gehörenden Themen.